Denk um die Ecke

Viele Aufgaben im HAM-Nat sind doppelt verneint oder man muss um die Ecke denken.

Von 5 Antworten ist nur eine richtig.
Wenn es gut läuft, kennst du die richtige Antwort oder kannst sie berechnen.

Bei Fragen zu Grundlagen wie Formeln oder biochemischen Prozessen kannst du oft per Ausschluss vorgehen.

Achte auf Formulierungen wie: “was stimmt nicht”, “was passt nicht”, “welche Aussage trifft nicht zu”.
Fies wird es dann, wenn in der Antwortmöglichkeit auch eine Verneinung steht!

Also – gut lesen und sich nicht kirre machen lassen.

Mal ein Beispiel:
“Wozu dienen Topoisomerasehemmer?”
-> Du musst wissen, was die Topoisomerase ist. Aha, ein Enzym.
-> Wo wird sie benötigt? Beim Entwirren von Superspiralisierungen.
-> Wann treten diese auf? DNA-Replikation und Transkription.
-> Jetzt Achtung: TopoisomeraseHEMMER
–> Also kann man die Teile nutzen, um die Replikation oder Transkription zu behindern. Also z.B. bei Prokaryoten als Antibiotika.

Umgang mit Stress

Manche haben gerade ihr Abi gefeiert und kommen nun wieder in der Realität an. Andere sind schon länger dabei einen begehrten Medizinstudienplatz zu ergattern.

Für alle gilt bis zum 11. August:
Es muss viel gelernt und viel organisiert werden.

Neben der fachlichen Vorbereitung auf den HAM-Nat muss eine eventuelle Anreise und Unterkunft organisiert werden, alle Unterlagen müssen fristgerecht online eingereicht werden und dann kommt das große Zittern bis zur hoffentlich kommenden Einladung per Mail.

Damit du diese Zeit gut übersteht, hier ein paar Ratschläge, wie du mental und körperlich fit bleibst. Die kannst du dann auch gerne im Medizin-Studium umsetzen 🙂

– Sei lieb zu dir!
Schlaf genug, iss genug, gönn dir Lernpausen. Vernachlässige deinen Partner und deine Freunde nicht allzu sehr.

– Iss gesunde Sachen und verzichte auf zuviel Süßkram!
Denk an deinen Insulin-Spiegel. Es ist für deinen Körper anstrengend den Blutzucker zu regulieren. Daher lieber keinen Traubenzucker und nicht zu viel Schokolade. Sondern lieber ausgewogenes Essen und frisches Obst mit vielen Vitaminen.

– Trink genug!
Dein Hirn verbrennt viel Energie. Damit diese aber auch ankommt, muss dein Blut flüssig genug sein. Zudem tut es deinen Nieren gut, wenn sie ordentlich durchgespült werden und nicht zu viele Giftstoffe auf einmal filtern müssen.

– Geh zum Sport!
Bewegung hilft gegen Stress und beugt diesem auch vor. Zudem hilft dir eine starke Rumpfmuskulatur, wenn du lange sitzt und lernst. Keine Rückenschmerzen #jay

– Meditiere!
Ja, unser Ernst. Es kann für deinen Geist sehr erholsam sein, wenn man sich mal auf etwas anderes konzentriert und dabei ruhig atmet. Aktiviert den Parasympathikus und verhilft dir zu einer längeren Konzentrationsfähigkeit.
Wir finden die App “Buddhify^2” klasse. Ist zwar auf Englisch, bietet jedoch viele verschiedene Übungen, je nach mentalem Zustand. Die Übungen gehen meist keine 7min. So ne kleine Pause kann man sich mehrmals am Tag gönnen.

– Sorge für einen guten Schlafrhythmus!
Du kennst das vielleicht von der letzten Reise in eine andere Zeitzone – der Jetlag hat genervt.
Unsere innere Uhr benötigt ca. 7 Tage, um sich an einen neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen.
Da der HAM-Nat morgens stattfindet, solltest du bis dahin problemlos morgens aus dem Bett kommen, fit und ausgeruht sein.
Also: früh genug ins Bett, am besten keinen Alkohol mehr spät trinken und auch nicht spät essen. Es gibt mehrere Apps, die deinen Schlaf und die Schlafqualität aufzeichnen. Können wir nur empfehlen! Meist stellt sich schnell raus, welche Faktoren zu einem guten oder schlechten Schlaf führen.

– Heul dich aus!
Ja, dass kann helfen. Wenn du das Gefühl hast, dann nichts mehr geht, du nicht mehr lernen kannst und sowieso alles für die Katz ist: gönn dir eine Pause, heul dich ggf. wirklich aus und sei lieb zu dir.
Jeder kommt mal an den Punkt, wo er nicht mehr kann. Das ist nicht schlimm, du musst nur einen Weg da raus finden und dich regenerieren. Im Studium (und da eigentlich egal welches Fach), wirst du öfters zu solch einem Punkt kommen. Je früher du lernst mit dir klar zu kommen, desto besser 🙂

Erstelle dir einen REALISTISCHEN Lernplan

Zuerst musst du mal heraus finden, welche Themen dran kommen. Das steht beim UKE oder auf unserer Webseite: www.HAM-n.at

Was beim UKE nicht steht – es kommen auch Aufgaben in Mathe zu Analysis dran (zumindest in Berlin im Januar 2017 gab es eine Aufgabe). Wer weiß, womit sie uns dieses Mal überraschen 🙂

Zurück zum Thema:
Themenliste checken, alte Schulunterlagen ausgraben, Bücher ausleihen / kaufen und dann checken, was du schon kennst und kannst und was Neuland ist.

Danach kannst du den ersten Entwurf deines Lernplans gestalten – plane genug Puffer ein und checke den Entwurf nach dem 3. Tag wirklichen Lernens, ob er realistisch ist.

Meist schafft man nämlich nicht soviel, wie man gerne würde. Manche Themen liegen einem auch besser als andere.

Mehr als 6 Stunden intensiv lernen ist meist nicht drin. Plane genug Pausen ein und gönn dir auch mal einen Tag Verschnaufpause!

Sei fit im Kopfrechnen!!!

Fast jede Aufgabe im HAM-Mat hat etwas mit Kopfrechnen zu tun. Du musst schnell sein und korrekt rechnen. Und das über 2 Stunden lang.

Du darfst keinen Taschenrechner benutzen und hast noch nicht mal Schmierblätter.

Themen sind auf jeden Fall:
Einheiten umrechnen, mit Zehnerpotenzen und Präfixen rechnen, Antiproportianale und proportionale Zuordnung, Dezimalzahlen, Dreisatz, Wurzeln und Potenzen. Einfache geometrische Körper.
Das ist Realschulprüfungs-Niveau.

Nun wird es härter:
Logarithmen (ja im Kopf berechnen!)
Stochastik (Baumdiagramme, Vierfeldertafel, bedingte und unbedingte Wahrscheinlichkeit, Kombinatorik)
Statistik (Mittelwert, Sigma-Umgebung, Normal- und Binomialverteilung)
Kurvendiskussion (keine allzu schweren Werte, aber du solltest noch die Ableitungsregeln drauf haben)

Wir empfehlen folgende Apps:
König der Mathematik 1 & 2

Tipps für die Prüfung
  • Sei lieb zu dir!
    Iss genug, schlaf genug, gönn dir Pausen. Stresse dich nicht zu sehr!
  • Geh früh genug hin, check schon mal die Lage, schau wo die Toiletten sind.
  • Schaue dir die wichtigsten Formeln auf deinem Spickzettel noch mal an. Dann verschwindet er in der Tasche.
  • Du kannst den HAM-Nat mit folgenden Strategien bearbeiten:
    – Du machst Aufgabe nach Aufgabe und springst in den Themen.
    – Du sortierst zu Beginn die Aufgaben nach Themen (Bio, Mathe, Physik, Chemie) und fängst mit dem Themenblock an, den Du am besten kannst. Dann kommt der nächste dran.Vorteil der 2. Strategie: Du musst im Kopf nicht ständig zwischen den Themen springen – dadurch bleibt deine Konzentrationsfähigkeit erhöht. Zudem siehst Du, welche Gewichtung die Prüfung hat.
  • Übertrage deine Antworten sofort auf den Antwortbogen!
    Ansonsten kann es passieren, das Du zum Schluss ins Hetzen kommst und bei den Zeilen verrutschst. Wir hatten schon einige Teilnehmer, denen das passiert ist… Sehr, sehr ärgerlich!
  • Mach so viele HAM-Nats mit wie möglich! Du baust jede Runde deine Erfahrung aus und kannst dich optimaler vorbereiten. Auch wenn Du nicht nach Berlin möchtest – schreib den HAM-Nat im Januar dort mit. Wir hatten schon Teilnehmer, die erst beim 4. Versuch endlich einen Studienplatz ergattert haben. Das Durchhaltevermögen hat sich gelohnt!
Literaturempfehlung

Biologie:
Campbell Biologie Gymnasiale Oberstufe
Gebundene Ausgabe – 1. Juli 2016
ISBN-10: 3868949097
ISBN-13: 978-3868949094

Chemie:
Chemie für Ahnungslose: Eine Einstiegshilfe für Studierende
Taschenbuch – 11. Juni 2015
ISBN-10: 3777624144
ISBN-13: 978-3777624143

Organische Chemie für Ahnungslose: Eine Einstiegshilfe für Studierende
Taschenbuch – 2. August 2016
ISBN-10: 3777625000
ISBN-13: 978-3777625003

Physik:
Da haben wir keine tolle Empfehlung… Entweder alles zu kurz gefasst/ nicht alle relevante Themen sind aufgeführt oder zu ausführlich.
Der Klassiker bei den Physik-Studenten ist der Gerthsen. Da steht wirklich alles drin und auch sehr gut beschrieben. Du musst selbst wissen wie sehr Du in die Tiefe einsteigen möchtest.

Gerthsen Physik
Taschenbuch – 17. März 2015
ISBN-10: 3662459760
ISBN-13: 978-3662459768

Mathematik:
Deine Unterlagen bis zum Abitur.

Apps: “König der Mathematik” und “König der Mathematik 2“. Spiel sie durch. Komplett! Dann bist Du fit im Kopfrechnen.

Lern-Strategie

Lernplan:
Nimm dir die Übersichtsliste, welche Themen dran kommen.
Schau, welche Themen Du schon kannst und welche noch nicht. Dann weißt Du schon mal grob, wie viel Du lernen musst.
Besorge dir Literatur und erstelle Anhang des Inhaltsverzeichnis einen realistischen Lernplan!
Du hast für das Abi viel gelernt? Das ist super, dann hast Du eine Grundlage, auf der Du aufbauen kannst. Die Vorbereitung für den HAM-Nat ist hart! Wenn Du im August mitschreiben möchtest und bisher noch nichts getan hast – reserviere dir jeden Tag zum lernen. Ein Tag Pause in der Woche sei dir gegönnt.

Setze Prioritäten!
Du kannst in den 3 Monaten bis zur Prüfung nicht alles lernen. Schau, wo deine starken Fächer sind und baue dieses Wissen aus. Und übe Kopfrechnen!!!

Hört sich übertreiben an? Ist es nicht!
Du musst alle Grundlagen parat haben, superschnell im Kopfrechnen sein und über 2 Stunden hochkonzentriert arbeiten können. Die Prüfung ist so ausgelegt, dass man die Aufgaben nicht komplett in der Zeit beantworten kann.
Je schneller Du bist, desto mehr Aufgaben schaffst Du!
Auf dieses Level zu kommen ist hart. Also – ran!

Steigere deine Prüfungskompetenz!

Du hast Schwierigkeiten konzentriert zu lernen? Oder fängst immer zu spät mit dem Lernen an? Schiebst Panik vor und während der Prüfung?

Dann kann ein Lern-Coaching helfen!

Wir arbeiten mit Sarah Frevel, zertifizierter Lerncoach und langjährige Gymnasiallehrerin, zusammen. Sarah kann dir bei den oben genannten Themen, und noch einigen mehr, helfen.

Im Fokus für den HAM-Nat steht natürlich deine Prüfungskompetenz!
Damit du in in den 2 Stunden des Tests hochkonzentriert, zügig und fehlerfrei arbeiten kannst.

Falls du Interesse an einem Lerncoaching hast, melde dich bei uns.
Termine mit Sarah können in unserem Hamburger Büro oder via Skype stattfinden. Wir bekommen auch Termine rund um den Intensivkurs hin.